CPT: Öcalans Kontakte mit der Außenwelt gewährleisten

Das Antifolterkomitee des Europarats hat zwei Jahre nach seinem letzten Besuch auf der Gefängnisinsel Imrali einen Bericht veröffentlicht.

21 Mart 2018 Çarşamba | Deutsch

HÜSEYÝN ELMALI/ ANF/ STRASBOURG


Das Europäische Komitee zur Verhütung von Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe (englisch: Committee for the Prevention of Torture, CPT) des Europarats hat einen Bericht zu einer Untersuchung des türkischen Hochsicherheitsgefängnisses auf der Insel Imrali im Marmara-Meer im April 2016 veröffentlicht.

In dem zwei Jahre nach dem Besuch auf der Gefängnisinsel veröffentlichten Bericht wird festgehalten, dass Abdullah Öcalan seit fünf Jahren keinen Besuch mehr von seinen Anwälten empfangen kann und seit 18 Monaten nicht mehr von seinen Angehörigen. Das gleiche gelte auch für die anderen Gefangenen auf Imrali.

Das CPT fordert die Beendigung dieses Zustands. Öcalan habe zweimal monatlich das Recht auf Telefonkontakte sowie auf Besuche seiner Verteidiger und seiner Anwälte.

Der Bericht und die Antwort des türkischen Staates wurden nach Angaben des CPT mit dem Einverständnis der Türkei veröffentlicht. Auffällig ist, dass der Zeitpunkt der Veröffentlichung nach der Besatzung Efrîns erfolgt.


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